DIN 4102-Anforderungen an den Brandschutz für Frankfurter Gewerbehochhäuser
Die Frankfurter Hochhauslandschaft, geprägt durch Türme wie den Commerzbank Tower oder den Main Tower, stellt höchste Anforderungen an die Brandschutzverglasung. Gemäß der DIN 4102-5 müssen Verglasungen in diesen Gebäuden je nach Gebäudeklasse und Nutzungseinheit die Feuerwiderstandsklassen F30 bis F90 erfüllen. Speziell für Vorhangfassaden (curtain walls) im Bankenviertel ist die Kombination aus Tragfähigkeit und Brandschutz entscheidend. Die Verglasung muss nicht nur den Feuerwiderstand bieten, sondern auch den Wind- und Soglasten in großer Höhe standhalten.
Die technische Umsetzung erfordert ein abgestimmtes System aus Rahmenprofilen und Verglasung. Typischerweise werden G.M.S.-Hohlstahlprofile (Geschweißte, Maßgefertigte Stahlprofile) verwendet, die mit Brandschutz-Dämmplatten (12-15 mm) und Keramikwolle (Dichte 210 kg/m³) ausgekleidet sind. Die Verglasung selbst, wie die 21 mm FPOS (Integrität 120 min, Isolation 30 min), wird mit intumeszierenden Brandschutzbändern (20 mm x 4 mm) in den Rahmen eingelegt. Die Befestigung erfolgt mit M8-Ankerbolzen im Raster von 300-600 mm, um die thermische Ausdehnung während eines Brandes zu kontrollieren. Die 120-minütigen Brandschutzverglasungen mit Isolation sind die bevorzugte Wahl für die Brandabschnitte in diesen Hochhäusern.
Die Prüfung solcher Systeme erfolgt nach BS 476 Teil 22 oder EN 1364-1, wobei die Ofentemperatur nach der Einheits-Temperaturzeitkurve (ETK) gesteuert wird. Die maximal zulässige Durchbiegung zur Brandseite hin beträgt während des Tests bis zu 152 mm, was durch die Konstruktion der Befestigungspunkte aufgenommen werden muss.
Auswahl der Feuerwiderstandsklasse für Frankfurts Klima- und Akustikanforderungen
Frankfurt unterliegt nicht nur strengen Brandschutzauflagen, sondern auch spezifischen klimatischen und akustischen Anforderungen. Die Musterbauordnung (MBO) und die lokalen Frankfurter Bauvorschriften schreiben in Rettungswegen und Brandwänden von gemischt genutzten Gebäuden (z. B. im Europaviertel) Verglasungen mit EI30-Klassifizierung vor. Dies bedeutet, dass das Glas sowohl die Integrität (E) als auch die Isolation (I) für mindestens 30 Minuten aufrechterhalten muss, um die Rauch- und Wärmeausbreitung zu verhindern.
Die Auswahl der richtigen Glasstärke und -struktur ist entscheidend, um diese Anforderungen mit den lokalen Gegebenheiten zu vereinbaren. Für laute Umgebungen, wie in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs oder der A66, ist eine Kombination aus Brandschutz und Schallschutz erforderlich. Hier bieten sich Mehrscheiben-Isoliergläser (MIG) an, die eine FPOS-Struktur (z. B. 10 mm: 3 mm Float + 4 mm Gel + 3 mm Float) mit einer zusätzlichen Schallschutzscheibe kombinieren. Die 26 mm Türverglasung (5+5,5+5+5,5+5 mm) bietet mit einer Integrität von 89-90 Minuten und einer Isolation von 68 Minuten eine hervorragende Performance für stark frequentierte Flure.
Die 60-minütigen Brandschutzverglasungen mit Isolation (EI60) sind die Standardlösung für Frankfurter Büroetagen, da sie einen ausreichenden Schutz für die Evakuierung bieten, ohne die architektonische Transparenz zu beeinträchtigen. Die Prüfung der Isolation erfolgt nach EN 1634-1, wobei die Temperatur auf der unbeflammten Seite im Durchschnitt 140°C und maximal 180°C nicht überschreiten darf.
Ingenieurtechnische Anforderungen an Frankfurts historische und moderne Fassaden
Frankfurt vereint eine einzigartige Mischung aus historischer Bausubstanz, wie in der Altstadt (Altstadt) mit ihren rekonstruierten Fachwerkhäusern, und modernster Architektur im Europaviertel. Diese Dualität stellt spezifische ingenieurtechnische Anforderungen an die Brandschutzverglasung. In der Altstadt sind oft dünnprofilige Verglasungen (6-8 mm) gefragt, die in die bestehenden, historischen Stahlrahmen passen, ohne das Erscheinungsbild zu beeinträchtigen. Hier kommt die 6 mm E90-Verglasung (Integrität 90 Minuten nach BS 476 Teil 22) zum Einsatz, die trotz ihrer geringen Dicke eine hohe Feuerwiderstandsfähigkeit bietet.
Für Neubauten im Europaviertel, die oft durch großflächige, offene Grundrisse und hohe Deckenhöhen gekennzeichnet sind, werden großformatige EI60-Paneele benötigt. Diese müssen nicht nur den Brandschutz gewährleisten, sondern auch die statischen Lasten der großen Glasflächen tragen. Die 50 mm / 54 mm Ultra-Hochleistungsgläser (Integrität 120 min, Isolation 120 min) sind hierfür die optimale Lösung, da sie in massiven Stahlrahmen montiert werden können, die eine Durchbiegung von bis zu 152 mm aufnehmen. Die Brandschutzverglasungen für Trennwände in diesen Projekten müssen zudem die Anforderungen der DIN 4102-13 für verglaste Brandwände erfüllen.
Die Montage erfordert eine präzise Detailplanung. Die Dehnungsfuge zwischen Glas und Rahmen muss 3-5 mm betragen und mit Keramikfaser gefüllt werden, um thermische Spannungen auszugleichen. Die Verwendung von intumeszierenden Dichtungen stellt sicher, dass die Fuge im Brandfall aufschäumt und die Rauchdichtigkeit bewahrt wird.
Antifires Markenvorteil für Frankfurter Käufer: Lokales Lager und deutsche Zertifizierung
Für Bauherren und Architekten in Frankfurt bietet Antifires einen entscheidenden Vorteil: die Kombination aus lokalem Lagerbestand und umfassender deutscher Zertifizierung. Das Unternehmen unterhält ein Lager im Großraum Frankfurt, das eine sofortige Lieferfähigkeit für dringende Projekte gewährleistet. Dies ist besonders wichtig für Bauvorhaben im Bankenviertel oder im Europaviertel, wo enge Zeitpläne und Just-in-Time-Lieferungen Standard sind.
Alle Produkte von Antifires sind mit der CE-Kennzeichnung und dem abP (allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis) ausgestattet, die von der akkreditierten Prüfstelle ift Rosenheim ausgestellt werden. Diese Zertifikate sind die Grundlage für die bauaufsichtliche Zulassung in Deutschland. Sie bestätigen, dass die Feuerschutztüren mit Brandschutzverglasung den Anforderungen der DIN 4102 und der EN 1634-1 entsprechen. Der Zertifikatsumfang umfasst die genauen Glasstärken, Rahmenprofile und Dichtungssysteme, sodass keine zusätzlichen Einzelnachweise erforderlich sind.
Der Service von Antifires umfasst eine technische Beratung, die auf die spezifischen Anforderungen der Frankfurter Bauaufsicht zugeschnitten ist. Das Team unterstützt bei der Auswahl der richtigen Feuerwiderstandsklasse (F30, F60, F90) und der Integration in die vorhandene Gebäudestruktur. Durch die Vorlage der abP-Zertifikate und der Leistungserklärungen (DoP) wird der Genehmigungsprozess bei der Bauaufsicht Frankfurt erheblich vereinfacht und beschleunigt.