Feuerschutzglas und zertifizierte Trennwandsysteme für Köln: EN 1634-Konformität

In der Kölner Bauwirtschaft ist die Einhaltung der Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) für den vorbeugenden Brandschutz unerlässlich. Insbesondere bei Neuentwicklungen im Rheinauhafen oder in den MediaPark-Quartieren schreiben die lokalen Bauaufsichtsbehörden für alle raumabschließenden Bauteile, wie raumhohe Verglasungen und Türanlagen, den Nachweis einer Feuerwiderstandsklasse nach DIN 4102 oder der harmonisierten europäischen EN 13501-2 vor. Für internationale Projekte wird zudem häufig der Nachweis nach ASTM E119 oder AS1530.4 gefordert, was die globale Anerkennung der Systeme unterstreicht.

Antifires bietet für diese Anforderungen geprüfte Systeme, die den strengen Kriterien der Bauregelliste entsprechen. Die Verglasungen sind als Feuerschutzglas für Türen und Trennwände konzipiert und gewährleisten sowohl den Integritätsnachweis (E) als auch optional die Wärmedämmung (I). Die Klassifizierung erfolgt dabei strikt nach den normativen Vorgaben der BS EN 1634-1 für Tür- und Verschlussbauteile sowie der BS EN 1364-1 für nichttragende Wände. Ein entscheidender Faktor für die Zulassung in Köln ist die Nachweisführung über die Dauer der Feuerwiderstandsfähigkeit unter der Einheitstemperaturkurve (ETK), welche die Materialermüdung unter realitätsnahen Bedingungen simuliert. Die Integration von intumeszierenden Dichtungen und Keramikfaser-Dämmstreifen in die Stahlrahmenkonstruktion stellt sicher, dass die Systeme auch unter thermischer Belastung ihre raumabschließende Funktion behalten. Für detaillierte Informationen zu den lokalen Nachweisverfahren empfiehlt sich die Konsultation der offiziellen DIBt-Webseite (Deutsches Institut für Bautechnik), die als maßgebliche Quelle für bauaufsichtliche Zulassungen in Deutschland dient.

Kölner Bauvorschriften zum Brandschutz und die zwingende Klassifizierung nach EN 13501-2

Die Bauordnung der Stadt Köln, basierend auf der BauO NRW, definiert präzise Schutzziele für Rettungswege und Brandabschnitte. Für gewerbliche Neubauten und Sanierungen ist die Einstufung nach EN 13501-2 verpflichtend, welche die Leistungskriterien Integrität (E), Isolation (I) und Strahlung (W) umfasst. Die lokalen Brandschutzgutachten fordern in der Regel für Treppenraumverglasungen eine E30-Klassifizierung, während für Brandwände in Tiefgaragen oder Lagerhallen oft eine EI90- oder EI120-Klassifizierung notwendig ist.

Die technische Umsetzung dieser Anforderungen erfordert ein tiefes Verständnis der Materialphysik. So wird bei einem EI60-System die Wärmedämmung durch eine spezifische Schichtung aus Floatglas und intumeszierenden Gelen erreicht. Diese Gele schäumen bei Hitzeeinwirkung auf und bilden eine dämmschichtbildende Barriere, die den Temperaturanstieg auf der dem Feuer abgewandten Seite auf maximal 140 °C im Mittel und 180 °C als Spitzenwert begrenzt. Die Verglasungen sind in 60-minütigen Brandschutzverglasungen mit Integritäts- und Isolationsschutz erhältlich, die speziell für die hohen Anforderungen in Kölner Bürokomplexen entwickelt wurden. Die Prüfzyklen nach BS 476 Part 22 und BS EN 1634-1 simulieren dabei nicht nur die thermische Belastung, sondern auch den mechanischen Druckaufbau im Ofen, was zu einer maximalen Durchbiegung der Rahmen von bis zu 152 mm führen kann, ohne dass die Standsicherheit gefährdet wird.

Auswahl von E30- bis EI90-Feuerschutzglas für Kölner Hochhäuser mit gemischter Nutzung

Kölns Stadtbild ist geprägt von einer Mischung aus modernen Hochhäusern, wie den Kölnturm oder Projekte im MediaPark, und historischen Bauten in der Domumgebung. Für letztere gelten zusätzliche Auflagen des Denkmalschutzgesetzes NRW, die oft den Erhalt historischer Fensterstrukturen vorschreiben. Hier bieten sich maßgeschneiderte Feuerschutzverglasungen mit schlanken Profilen an, die in die bestehende Bausubstanz integriert werden können, ohne das Erscheinungsbild zu beeinträchtigen.

Die technische Herausforderung liegt in der Kombination von Brandschutz und Wärmedämmung bei gleichzeitig hoher Transparenz. Für ein EI30-System in einem denkmalgeschützten Fenster kann eine 10 mm dicke FPOS-Verglasung (3 mm Float + 4 mm Gel + 3 mm Float) eingesetzt werden, die eine Integrität von bis zu 135 Minuten und eine Isolation von 16 Minuten bietet. Für anspruchsvollere Anwendungen, wie EI60-Türen in Fluchtwegen, wird eine 28 mm dicke Verbundverglasung (6 mm + 5,5 mm Gel + 5 mm + 5,5 mm Gel + 6 mm) verwendet, die in Tests eine Integrität von 66 Minuten und eine Isolation von 64 Minuten erreicht hat. Die Feuerschutzglas-Trennwände für den Innenausbau von Antifires sind so konzipiert, dass sie auch bei einer Umgebungstemperatur von bis zu 36 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90 % während der Prüfung ihre Leistungsfähigkeit behalten. Die Verwendung von G.M.S.-Hohlstahlprofilen als Rahmen und M8-Ankerbolzen im Abstand von 300 mm gewährleistet die statische Sicherheit auch bei maximaler thermischer Ausdehnung.

Technische Anforderungen an Brandschutztrennwände in Kölner Unternehmenszentralen

In den modernen Unternehmenszentralen Kölns, wie im Rheinauhafen oder im Deutz-Viertel, steigen die Anforderungen an flexible Grundrisse ohne Kompromisse beim Brandschutz. Brandschutztrennwände müssen hier nicht nur die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, sondern auch ästhetischen Ansprüchen genügen und eine hohe Raumtransparenz bieten. Die Systeme von Antifires sind für EI60- und EI120-Klassifizierungen zertifiziert und ermöglichen raumhohe Verglasungen ohne störende Unterbrechungen.

Die technische Basis bilden mehrschichtige Verbundgläser mit einer Gesamtdicke von 50 mm bis 54 mm, die in Prüfungen nach BS EN 1364-1 eine Integrität von 120 Minuten und eine Isolation von bis zu 120 Minuten nachweisen. Diese Ultra-Hochleistungsverglasungen bestehen aus mehreren Lagen gehärtetem Glas und speziellen intumeszierenden Zwischenschichten, die bei Brandeinwirkung aufschäumen und einen dichten, isolierenden Schaum bilden. Die Dehnungsfuge zwischen Glas und Rahmen wird mit 3 mm bis 5 mm Keramikfaser gefüllt, um Wärmebrücken zu vermeiden und die Strukturintegrität zu erhalten. Für die Befestigung der Rahmen an der Rohdecke oder an angrenzenden Brandwänden werden M6-Ankerbolzen im Abstand von 600 mm verwendet, die eine dauerhafte und brandsichere Verankerung gewährleisten. Diese technische Präzision ist entscheidend, um die bei Prüfungen beobachteten maximalen Durchbiegungen von bis zu 152 mm kontrolliert aufzunehmen, ohne dass die Dichtheit der Konstruktion verloren geht.

Warum Kölner Architekten auf Antifires für zertifizierte Feuerschutzverglasungen setzen

Die Spezifikation von Antifires-Systemen durch Kölner Architekten und Fachplaner basiert auf der nachweislichen Übereinstimmung mit den deutschen und europäischen Prüfnormen. Die Zertifizierung nach EN 1634-1 und die bauaufsichtliche Zulassung gemäß Bauregelliste sind die Grundlage für eine reibungslose Genehmigung durch die Kölner Bauaufsicht. Darüber hinaus bietet Antifires einen umfassenden technischen Support, der von der statischen Berechnung der Rahmenprofile bis zur Detailplanung der Anschlussfugen reicht.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Flexibilität in der Fertigung. Antifires kann kundenspezifische EI60- und EI90-Verglasungen in nahezu jeder Größe und Konfiguration herstellen. Die verwendeten Stahlrahmenprofile sind mit 12 mm bis 15 mm dicken Brandschutzplatten ausgekleidet und mit 20 mm x 4 mm großen intumeszierenden Dichtungen versehen, die im Brandfall aufschäumen und die Fugen abdichten. Die Keramikwolle mit einer Dichte von 210 kg/m³ dient als zusätzliche Dämmung und verhindert die Wärmeübertragung auf die tragende Unterkonstruktion. Diese Kombination aus hochwertigen Materialien, präziser Fertigung und umfassender Zertifizierung macht Antifires zu einem verlässlichen Partner für anspruchsvolle Projekte in Köln, bei denen Sicherheit, Design und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen im Fokus stehen.

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Frequently Asked Questions (FAQ)

Ja, Antifires stellt für alle seine Systeme umfassende Prüfberichte nach EN 1634-1 und BS 476 Part 22 zur Verfügung. Diese Berichte werden von den deutschen Bauaufsichtsbehörden, einschließlich der für Köln zuständigen BauO NRW, als Nachweis der bauaufsichtlichen Verwendbarkeit anerkannt. Die Prüfungen wurden von akkreditierten Instituten durchgeführt und dokumentieren präzise die Feuerwiderstandsdauer unter der Einheitstemperaturkurve. Die Unterlagen enthalten detaillierte Angaben zu den Rahmenprofilen, den Verglasungsaufbauten und den verwendeten Dichtmaterialien, sodass eine direkte Übertragung auf das konkrete Bauvorhaben in Köln möglich ist.

Die typische Lieferzeit für kundenspezifische EI60-Feuerschutzglaspaneele für ein Projekt im Kölner MediaPark beträgt in der Regel 4 bis 6 Wochen ab Auftragsbestätigung und Freigabe der Werkstattzeichnungen. Diese Zeitspanne umfasst die Fertigung der maßgenauen Stahlrahmen, die Konfektionierung der Mehrscheiben-Verbundgläser sowie die Qualitätskontrolle. Für Projekte mit besonders hohem Zeitdruck kann nach vorheriger Abstimmung eine Expressfertigung angeboten werden. Antifires empfiehlt eine frühzeitige Einbindung in die Planungsphase, um die statischen Anforderungen und die Anschlussdetails optimal auf die Gegebenheiten vor Ort abzustimmen.

Ja, Antifires kann für denkmalgeschützte Gebäude in der Kölner Domumgebung Brandschutztüren und -fenster mit integrierten Rauchschutzdichtungen liefern. Diese Systeme sind so konzipiert, dass sie in historische Fensterlaibungen und Türzargen eingepasst werden können, ohne die denkmalgeschützte Bausubstanz zu beeinträchtigen. Die Rauchschutzdichtungen aus intumeszierendem Material werden in die Profile integriert und schäumen bei Hitzeeinwirkung auf, um die Durchlässigkeit für Rauchgase zu verhindern. Die Verglasungen selbst sind als schlanke EI30- oder EI60-Systeme ausgeführt, die eine hohe Transparenz bieten und sich optisch an die historische Umgebung anpassen. Eine Abstimmung mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege wird von Antifires technisch begleitet.