Hamburger Bauvorschriften: Integration von DIN 4102 und M-HHHR
Die Muster-Hochhaus-Richtlinie (M-HHHR) ist in Hamburg das maßgebliche Regelwerk für Gebäude mit einer Höhe von mehr als 22 Metern. Sie fordert unter anderem, dass Rettungswege und Treppenhäuser mit einer Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 Minuten (F90) ausgeführt werden. Die Integration von Brandschutzglas in diese Konzepte erfordert Systeme, die nicht nur die Flammenausbreitung verhindern, sondern auch die Wärmeabstrahlung kontrollieren.
Die DIN 4102 definiert die nationalen Brandverhaltensklassen für Baustoffe und Bauteile. Für Verglasungen sind insbesondere die Klassen F30, F60 und F90 relevant. Unsere Systeme werden nach DIN 4102 und EN 1634-1 geprüft, um die Kompatibilität mit den deutschen Vorschriften zu gewährleisten. Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung unserer Glastypen zu den gängigen Anforderungen in Hamburger Hochhausprojekten:
| Anforderung (M-HHHR) | Geeignetes Antifires System | Leistungsmerkmale |
| F30 (Integrität) | 10mm FPOS | Integrität 135 Min., Isolation 16 Min. |
| F60 (Integrität + Isolation) | 28mm EI60 Panel | Integrität 66 Min., Isolation 64 Min. |
| F90 (Integrität + Isolation) | 50mm / 54mm EI120 | Integrität 120 Min., Isolation 120 Min. |
Die korrekte Installation ist entscheidend. Gemäß unseren Prüfdaten werden die Rahmen aus G.M.S. Hohlprofilen gefertigt und mit intumeszierenden Brandschutzdichtungen (20mm x 4mm) sowie Keramikfaserbändern ausgestattet, um die geforderte Leistung im Brandfall zu erbringen.
Auswahl der Brandschutzglas-Klassen für Hamburgs Klima und Traglasten
Hamburgs Lage an der Elbe und das maritime Klima stellen besondere Anforderungen an die Bausubstanz. Die Hamburgische Bauordnung (HBauO) fordert neben dem Brandschutz auch den Schutz vor Feuchtigkeit und Windlasten. Bei der Auswahl der Brandschutzverglasung müssen sowohl die statischen Lasten durch Winddruck als auch die thermischen Belastungen durch Temperaturschwankungen berücksichtigt werden.
Für Mischnutzungen in Stadtteilen wie der HafenCity, wo Wohnen und Gewerbe kombiniert werden, sind Brandschutzverglasungen mit Isolation (EI) die bevorzugte Wahl. Sie verhindern nicht nur den Durchtritt von Flammen, sondern begrenzen auch den Temperaturanstieg auf der brandabgewandten Seite auf maximal 140°C im Durchschnitt. Dies schützt Fluchtwege und benachbarte Nutzungseinheiten. Unsere 60-minütigen EI-Verglasungen sind ideal für solche Szenarien.
Bei historischen Renovierungen, beispielsweise in der Speicherstadt, sind oft spezielle Einbaulösungen gefragt. Hier bieten wir Systeme mit schmalen Rahmenprofilen, die sich harmonisch in die bestehende Bausubstanz einfügen, ohne die Feuerwiderstandsklasse zu beeinträchtigen. Die Verglasungen werden mit 3-6mm Keramikwolle (Dichte 210 kg/m³) in den Fugen fixiert, um sowohl die Brandschutzfunktion als auch die Wärmedämmung zu gewährleisten.
- Klimabeständigkeit: Mehrschichtige Verbundgläser mit Intumeszenzgel verhindern Spannungsrisse durch Temperaturwechsel.
- Traglasten: Die Rahmen werden mit M6/M8 Ankerbolzen im Abstand von 300-600mm befestigt, um Windlasten sicher abzutragen.
Hamburger Anwendungen: Hochhausbüros, Lagerhäuser und Elbprojekte
Die Bandbreite der Anwendungen für Brandschutzglas in Hamburg ist vielfältig. In den Hochhausbüros der City Nord oder am Überseequartier sind Brandschutztüren und -wände mit Sichtfenstern Standard. Hier kommen oft Systeme der Klasse F90 (EI90) zum Einsatz, die eine sichere Evakuierung über Treppenhäuser ermöglichen. Die Verglasungen müssen dabei eine hohe Integrität aufweisen, um die Rauchausbreitung über mehrere Etagen zu verhindern.
In Industrie- und Logistikgebäuden, wie sie im Hamburger Hafen oder in Billbrook zu finden sind, stehen andere Anforderungen im Vordergrund. Hier sind oft große Verglasungen für Tore und Trennwände gefragt, die mechanisch robust und gleichzeitig brandbeständig sind. Unsere 26mm Türverglasung (5mm + 5.5mm Gel + 5mm + 5.5mm Gel + 5mm) bietet eine Integrität von bis zu 90 Minuten und eine Isolation von 68 Minuten, ideal für Fluchtwegtüren in Produktionshallen.
Die Elbufer-Projekte und die Neubauten entlang der Hafenkante erfordern oft maßgeschneiderte Lösungen. Für diese prestigeträchtigen Bauvorhaben liefern wir ultrahochleistungsfähige 50mm / 54mm EI120-Verglasungen, die eine vollständige Isolation über 120 Minuten bieten. Diese Systeme sind für die innere Abschottung von Gebäudeabschnitten konzipiert und erfüllen die höchsten Sicherheitsstandards. Für spezifische Anwendungen wie Brandschutz-Trennwände bieten wir zudem maßgefertigte Lösungen an.
Warum Hamburger Ingenieure auf Antifires für Brandschutzglas und Türen vertrauen
Hamburger Ingenieure und Planer schätzen die technische Zuverlässigkeit und die umfassende Zertifizierung der Antifires-Systeme. Jede Verglasung wird nach den strengen Protokollen der EN 1364-1 und BS 476 Part 22 geprüft, wobei die Leistungsdaten aus realen Ofentests stammen. Die Prüfungen werden unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt (Ofentemperatur, Druck von 0 ±2 Pa), was eine reproduzierbare Qualität garantiert.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die logistische Präsenz. Durch ein lokales Lager in Hamburg können Standardgrößen für Brandschutztüren und -fenster innerhalb kürzester Zeit geliefert werden. Dies ist besonders bei Notfallersatzbeschaffungen oder bei engen Bauzeitplänen von unschätzbarem Wert. Die Lieferkette ist auf die Anforderungen des Hamburger Marktes optimiert.
Das Vertrauen basiert zudem auf der detaillierten technischen Dokumentation und der fachkundigen Montageunterstützung. Antifires liefert nicht nur das Glas, sondern auch die passenden Rahmensysteme, Dichtungen und Befestigungsmaterialien. Die Expansionsfugen von 3-5mm, die mit Keramikfaser gefüllt werden, sind Teil des geprüften Systemaufbaus. Diese ganzheitliche Betrachtung, von der ersten Planung bis zur finalen Montage, macht Antifires zum bevorzugten Partner für anspruchsvolle Projekte in Hamburg. Entdecken Sie auch unsere Brandschutztür-Lösungen für weitere Anwendungsbereiche.