Österreichische OIB-Richtlinien und Einhaltung der Bauordnung für Wien bei Brandschutzverglasungen
Die OIB-Richtlinie 2 (Österreichisches Institut für Bautechnik) ist das maßgebliche Regelwerk für den Brandschutz in Österreich. Für Bauvorhaben in Wien ist die Einhaltung dieser Richtlinie in Kombination mit der Bauordnung für Wien (BO für Wien) verpflichtend. Sie definiert, in welchen Bereichen eines Gebäudes Brandschutzverglasungen mit welcher Feuerwiderstandsdauer (z. B. EI 30, EI 60 oder EI 90) eingesetzt werden müssen. Besonders kritisch sind dabei die Anforderungen an die Rauchdichtheit und die Wärmedämmung (Insulation) in notwendigen Fluren und Treppenhäusern.
Die Brandschutzverglasungen von Antifires sind speziell auf diese Anforderungen ausgelegt. Die Systeme werden nach EN 13501-2 klassifiziert und bieten sowohl die geforderte Integrität (E) als auch die Isolation (I). Die Prüfungen erfolgen unter realitätsnahen Bedingungen gemäß BS 476 Part 22 und BS EN 1634-1. Ein zentraler Bestandteil der Konformität ist der Einbau in geprüfte Stahlzargen (G.M.S.-Hohlprofile) mit spezifischen Dichtungssystemen, wie 20 mm x 4 mm großen intumeszierenden Brandschutzbändern und keramischen Faserdichtungen. Die Befestigung erfolgt mit M6/M8 Ankerbolzen in einem Raster von 300–600 mm, um die Standsicherheit im Brandfall zu gewährleisten.
Für Planer in Wien bedeutet dies, dass sie bei der Ausschreibung von Brandschutzverglasungen explizit auf die OIB-konforme Zertifizierung achten müssen. Antifires stellt für jedes Projekt die erforderlichen Konformitätserklärungen und Prüfberichte zur Verfügung, die den Nachweis der Einhaltung der lokalen Bauvorschriften erbringen. Die Produkte sind ideal für den Einsatz in Brandschutzverglasungen mit Integrität und Isolierung in Wiener Wohn- und Geschäftsbauten.
EI-Klassifizierung und U-Wert-Anforderungen für Brandschutzglas im Wiener Klima
Die Auswahl von Brandschutzglas in Wien erfordert eine sorgfältige Abwägung zwischen Brandschutzleistung und thermischer Effizienz. Das kontinentale Klima Wiens mit heißen Sommern und kalten Wintern stellt hohe Anforderungen an den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Verglasung. Während die Feuerwiderstandsklasse (z. B. EI 30 oder EI 60) die Sicherheit im Brandfall definiert, beeinflusst der U-Wert den Energieverbrauch und den thermischen Komfort des Gebäudes.
Antifires bietet hierfür mehrschichtige Intumeszenzverglasungen, die beide Anforderungen erfüllen. Die Gläser bestehen aus mehreren Lagen Floatglas und speziellen Brandschutzgelen. Die Struktur eines 28 mm dicken EI 60 Glases (6 mm + 5,5 mm Gel + 5 mm + 5,5 mm Gel + 6 mm) ist ein Beispiel für diese Technologie. Diese Konstruktion ermöglicht nicht nur eine hohe Feuerwiderstandsdauer (Integrität 66 min, Isolation 64 min), sondern auch verbesserte Wärmedämmeigenschaften im Vergleich zu einfachen Drahtglas- oder E-Verglasungen. Die Prüfungen nach EN 1364-1:1999, 2015 bestätigen die Leistungsfähigkeit unter genormten Bedingungen (Ofentemperatur, Druckverhältnisse von 0 ±2 Pa).
Für Projekte, die eine besonders hohe Energieeffizienz erfordern, stehen die 50 mm / 54 mm Hochleistungsgläser zur Verfügung. Diese erreichen eine EI 120 Klassifizierung (Integrität 120 min, Isolation 120 min) und bieten durch ihren mehrschichtigen, isolierenden Aufbau optimale U-Werte. Diese Systeme eignen sich besonders für großflächige Brandschutzverglasungen in Trennwänden von modernen Bürogebäuden, wo sowohl der Brandschutz als auch die Energiebilanz eine zentrale Rolle spielen.
Anwendung in Wiener Gründerzeitfassaden und modernen Bürogebäudesanierungen
Wiens architektonisches Erbe, geprägt durch Gründerzeitbauten und Jugendstilfassaden, steht oft im Spannungsfeld mit modernen Brandschutzanforderungen. Die Sanierung und Umnutzung dieser Bestandsgebäude erfordert Brandschutzlösungen, die optisch zurückhaltend und denkmalverträglich sind. Gleichzeitig entstehen in den Bezirken wie der Donaustadt oder dem 2. Bezirk moderne Hochhauskomplexe mit großflächigen Glasfassaden, die eine hochperformante Brandschutzverglasung für Atrien und innere Trennwände benötigen.
Für die Gründerzeit-Sanierung bietet Antifires schlanke, rahmenlose Brandschutzglassysteme, die in bestehende Mauerwerksöffnungen integriert werden können. Die Verglasungen, wie das 10 mm FPOS (Integrität 135 min, Isolation 16 min) oder das 21 mm FPOS (Integrität 120 min, Isolation 30 min), können in maßgefertigten Stahlrahmen montiert werden, die sich harmonisch in die historische Bausubstanz einfügen. Der Einbau erfolgt unter Verwendung von keramischer Wolle (3–6 mm, Dichte 210 kg/m³) und intumeszierenden Dichtungen, um die Brandschutzfunktion auch in unregelmäßigen Öffnungen zu gewährleisten.
Im Kontrast dazu stehen die Anforderungen moderner Bürogebäude. Hier sind großzügige, transparente Brandabschnitte gefragt, die offene Grundrisse ermöglichen. Die 26 mm Türverglasung (5+5,5+5+5,5+5 mm) oder die 28 mm EI 60 Paneele bieten die notwendige Feuerwiderstandsfähigkeit (Integrität 66-90 min, Isolation 64-68 min) für den Einsatz in Brandschutztüren aus Glas und raumhohen Trennwandsystemen. Die maximale Durchbiegung der Gläser im Brandfall (38 mm – 152 mm) wird bei der Konstruktion der Anschlüsse und Dehnungsfugen (3–5 mm, gefüllt mit Keramikfaser) berücksichtigt, um die Standsicherheit zu gewährleisten.
Antifires Lokaler Support: EN-zertifizierte Produkte und direkte Projektberatung für Wien
Die erfolgreiche Umsetzung eines Brandschutzkonzepts in Wien hängt maßgeblich von der Qualität der technischen Dokumentation und der lokalen Unterstützung ab. Antifires bietet Architekten und ausführenden Betrieben in Wien einen umfassenden Service, der über die reine Produktlieferung hinausgeht. Dies umfasst die Bereitstellung von CE-Kennzeichnungen und Konformitätserklärungen in deutscher Sprache, die direkt bei den Wiener Baubehörden eingereicht werden können.
Die technische Beratung durch Antifires konzentriert sich auf die projektspezifische Auslegung der Brandschutzverglasung. Dabei werden die exakten Anforderungen der OIB-Richtlinie 2 und der Bauordnung für Wien in Bezug auf die erforderliche Feuerwiderstandsklasse (EI 30, EI 60, EI 90, EI 120) und die Einbausituation analysiert. Die Berater greifen auf ein umfangreiches Archiv an Prüfzeugnissen zurück, die unter anderem nach BS 476 Part 22 und AS1530.4 erstellt wurden, um die Eignung für jedes Projekt nachzuweisen. Die Lieferung von Musterstücken und die Unterstützung bei der Abstimmung mit den Prüfingenieuren sind fester Bestandteil des Services.
Durch diesen lokalisierten Ansatz können Genehmigungszeiten verkürzt und Planungsrisiken minimiert werden. Antifires agiert als kompetenter Partner, der die spezifischen Anforderungen des Wiener Baurechts versteht und in maßgeschneiderte, zertifizierte Lösungen umsetzt. Dies reduziert den administrativen Aufwand für Bauherren und Planer und stellt sicher, dass die Brandschutzverglasung den strengen österreichischen Normen entspricht.