Österreich Brandschutzglas und zertifizierte Brandschutzsysteme für die Gebäudesicherheit

In Österreich unterliegt der bauliche Brandschutz strengen gesetzlichen Regelungen, die auf nationalen Normen wie der ÖNORM B3800 und den europäischen Klassifizierungsstandards EN 13501-2 basieren. Diese Vorschriften definieren die Feuerwiderstandsfähigkeit von Bauteilen, um im Brandfall die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern und Fluchtwege zu sichern. Die Einhaltung dieser Normen ist für die Erteilung einer Baugenehmigung in allen neun Bundesländern, von Wien bis Vorarlberg, zwingend erforderlich. Antifires bietet ein umfassendes Sortiment an zertifizierten Brandschutzglas-Systemen, die speziell für die Anforderungen des österreichischen Marktes entwickelt wurden.

Die Produktpalette umfasst Brandschutzgläser mit integrierter Isolationswirkung (EI-Klassifizierung) sowie solche, die ausschließlich die Anforderungen an den Raumabschluss (E-Klassifizierung) erfüllen. Diese Systeme werden in Brandschutztüren, -fenstern und -trennwänden eingesetzt und sind nach den relevanten Prüfnormen wie BS 476 Teil 22 und EN 1634-1 getestet. Die offizielle österreichische Klassifizierung, bekannt als ÖNORM EN 13501-2, ordnet die Produkte in die Leistungsklassen EI30, EI60, EI90 und EI120 ein, was eine direkte Vergleichbarkeit mit den lokalen Bauvorschriften gewährleistet. Für detaillierte Informationen zu den spezifischen Prüfverfahren und den gesetzlichen Grundlagen verweisen wir auf die offizielle Webseite des österreichischen Baurechtsportals.

Durch den Einsatz von Antifires Brandschutzglas können Architekten, Planer und Bauherren in Österreich sicherstellen, dass ihre Projekte den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Die Produkte sind CE-gekennzeichnet und werden von unabhängigen Prüfinstituten zertifiziert, was eine reibungslose Abnahme durch die lokalen Baubehörden ermöglicht. Dies reduziert nicht nur das Haftungsrisiko für Fachplaner, sondern erhöht auch die Wertbeständigkeit und Sicherheit der Gebäude.

Österreichische Brandschutzvorschriften und Konformitätsanforderungen der ÖNORM B3800 für den passiven Brandschutz

Die österreichischen Brandschutzbestimmungen, insbesondere die ÖNORM B3800, legen die grundlegenden Anforderungen an das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen fest. In Kombination mit der europäischen Klassifizierungsnorm EN 13501-2 wird die Feuerwiderstandsfähigkeit von Verglasungen in die Kategorien E (Integrität) und EI (Integrität und Isolation) unterteilt. Für Österreich ist die EI-Klassifizierung besonders relevant, da sie die Begrenzung der Temperatur auf der dem Feuer abgewandten Seite auf maximal 140°C im Durchschnitt und 180°C im Maximum vorschreibt, was für den Schutz von Fluchtwegen und angrenzenden Brandabschnitten essenziell ist.

Die Antifires Brandschutzgläser sind so konstruiert, dass sie diesen strengen Anforderungen gerecht werden. Die Systeme nutzen eine spezielle mehrschichtige Verbundstruktur aus gehärtetem Glas und intumeszierenden Gelen. Im Brandfall schäumt das Gel auf und bildet eine hitzeabsorbierende Barriere, die die Temperatur auf der kalten Seite niedrig hält. Die folgende Tabelle zeigt die empfohlenen Glasaufbauten für die gängigsten Feuerwiderstandsklassen in Österreich:

FeuerwiderstandsklasseEmpfohlener Glasaufbau (mm)Typische Anwendung
EI3021 mm FPOS (Mehrschicht-Verbund)Bürotrennwände, Innentüren
EI6028 mm (6+5,5+5+5,5+6 mm)Fluchtwege, Treppenhäuser
EI12050 mm / 54 mm (Hochleistungs-Verbund)Industrieanlagen, Fassaden

Die Einhaltung dieser Klassifizierungen wird durch umfangreiche Prüfungen nach EN 1364-1 und EN 1634-1 nachgewiesen. Die Systeme von Antifires werden mit speziellen GMS-Stahlrahmen und intumeszierenden Dichtungen geliefert, die eine thermisch bedingte Ausdehnung ausgleichen und die Integrität der gesamten Konstruktion sicherstellen.

Auswahl der Brandschutzglas-Klasse und technische Leistungsparameter für österreichische Klimabedingungen

Die Auswahl der richtigen Brandschutzglas-Klasse hängt maßgeblich von der Gebäudenutzung und den lokalen Bauvorschriften ab. In österreichischen Städten wie Wien, Graz oder Linz schreiben die Behörden für Fluchtwege und notwendige Treppenräume in der Regel eine Feuerwiderstandsdauer von 60 Minuten (EI60) vor. Für Brandwände und Fassadenöffnungen in Hochhäusern kann eine E90- oder EI120-Klassifizierung erforderlich sein. Antifires bietet für jede dieser Anforderungen ein passendes, zertifiziertes System.

Für ein typisches Bürogebäude in Wien mit 60-minütigen Fluchtweganforderungen wird das 28 mm EI60-Glas empfohlen. Dieser Aufbau, bestehend aus fünf Schichten (6 mm Glas + 5,5 mm Gel + 5 mm Glas + 5,5 mm Gel + 6 mm Glas), bietet eine hervorragende Isolationsleistung von bis zu 64 Minuten bei einer Integrität von 66 Minuten. Die technischen Parameter sind wie folgt:

  • Integrität (E): 66 Minuten (geprüft nach EN 1634-1)
  • Isolation (I): 64 Minuten (max. Temperaturanstieg auf der Rückseite ≤ 180°C)
  • Glasaufbau: 6 mm ESG + 5,5 mm Intumeszenzgel + 5 mm ESG + 5,5 mm Gel + 6 mm ESG
  • Rahmensystem: G.M.S. Hohlprofilstahl mit 3 mm Keramikfaser-Dichtung (Dichte 210 kg/m³)

Für Projekte, die eine höhere Isolationsleistung erfordern, wie etwa bei Außenfassaden in kalten Klimazonen, sind die 50 mm und 54 mm EI120-Systeme von Antifires die erste Wahl. Diese ultra-hochleistungsfähigen Gläser kombinieren mehrere Kammern mit intumeszierenden Schichten und bieten eine vollständige Isolationsdauer von bis zu 120 Minuten. Die CE-Kennzeichnung und die Prüfberichte Dritter garantieren die Konformität mit den österreichischen Bauordnungen und reduzieren das Haftungsrisiko für Architekten und Generalunternehmer erheblich.

Anwendungsszenarien und ingenieurtechnische Anforderungen für Brandschutzglas in Österreich

Brandschutzglas von Antifires findet in einer Vielzahl von Gebäudetypen und Projektszenarien in Österreich Anwendung. Die häufigsten Einsatzbereiche sind kommerzielle Bürogebäude, öffentliche Einrichtungen, Hotels, Krankenhäuser und Industrieanlagen. In diesen Umgebungen dienen die Verglasungen als raumabschließende Brandschutztrennwände, die die Ausbreitung von Feuer und Rauch zwischen verschiedenen Brandabschnitten verhindern. Besonders kritisch sind dabei die Fluchtwege und Treppenhäuser, die im Brandfall als sichere Rückzugsorte dienen müssen.

Ein weiteres wichtiges Anwendungsszenario sind Fassadenverglasungen. In modernen Architekturprojekten in Städten wie Salzburg oder Innsbruck werden oft großflächige Verglasungen eingesetzt, die gleichzeitig ästhetischen Ansprüchen und strengen Brandschutzauflagen genügen müssen. Hier kommen die EI60- und EI120-Fassadensysteme von Antifires zum Einsatz, die in GMS-Stahlrahmen integriert werden. Diese Systeme sind so konzipiert, dass sie die bei einem Brand auftretenden thermischen Ausdehnungen und Drücke aufnehmen können. Die typischen Prüfbedingungen zeigen, dass die maximale Durchbiegung solcher Systeme zwischen 38 mm und 152 mm in Richtung des Ofens liegen kann, was durch die flexible Lagerung mit Keramikfaser-Dichtungen (3–6 mm) ausgeglichen wird.

Für spezielle Anwendungen wie Brandschutztüren in Krankenhäusern oder Pflegeheimen bietet Antifires das 26 mm Türglas an. Mit einer Integrität von 89–90 Minuten und einer Isolation von 68 Minuten erfüllt es die hohen Anforderungen des österreichischen Gesundheitswesens. Die Montage erfolgt mit M6/M8 Ankerbolzen im Abstand von 300–600 mm, und der Dehnungsfugenbereich von 3–5 mm wird mit Keramikfaser gefüllt, um eine dauerhafte und brandsichere Installation zu gewährleisten.

Markenvorteile und Gründe für österreichische Kunden, sich für Antifires Brandschutzlösungen zu entscheiden

Die Wahl von Antifires als Partner für Brandschutzglas in Österreich bietet mehrere entscheidende Vorteile. Erstens basiert das gesamte Produktportfolio auf umfangreichen, offiziellen Prüfungen nach internationalen Normen wie BS 476 Teil 22, EN 1634-1 und ASTM E119. Diese Prüfungen werden unter streng kontrollierten Bedingungen durchgeführt, mit Ofenthermoelementen vom Typ K und einer Umgebungstemperatur von 27°C bis 36°C. Die daraus resultierenden Zertifikate sind bei den österreichischen Baubehörden anerkannt und erleichtern den Genehmigungsprozess erheblich.

Zweitens bietet Antifires eine umfassende technische Unterstützung, die über den reinen Produktverkauf hinausgeht. Das Unternehmen stellt projektspezifische Montagezeichnungen und detaillierte Konformitätsdokumente zur Verfügung, die speziell auf die Anforderungen der lokalen Baubehörden in Österreich zugeschnitten sind. Dies umfasst die Bereitstellung von Prüfberichten Dritter und CE-Leistungserklärungen, die für die Bauabnahme zwingend erforderlich sind. Die enge Zusammenarbeit mit Architekten und Bauunternehmen stellt sicher, dass die Brandschutzsysteme optimal in die Gebäudeplanung integriert werden.

Drittens garantiert die Verwendung hochwertiger Materialien wie intumeszierende Dichtungen (20 mm x 4 mm) und feuerfeste Dämmplatten (12–15 mm) eine lange Lebensdauer und zuverlässige Funktion der Systeme. Die mehrschichtigen Glasaufbauten, wie das 10 mm FPOS (3+4+3 mm) für E135-Integrität oder das 15 mm FPOS für E132-Integrität, sind das Ergebnis jahrelanger Forschung und Entwicklung. Für österreichische Kunden, die auf der Suche nach zertifizierten und langlebigen Brandschutzlösungen sind, bietet Antifires die optimale Kombination aus Sicherheit, Qualität und Service.

Fordern Sie ein Angebot an

Füllen Sie das untenstehende Formular aus, um mit uns in Kontakt zu treten.

click

Frequently Asked Questions (FAQ)

Ja, die Brandschutzglas-Systeme von Antifires sind vollständig konform mit den ÖNORM B3800 und EN 13501-2 Klassifizierungsanforderungen. Die Produkte werden nach strengen europäischen Prüfnormen wie EN 1634-1 und EN 1364-1 getestet. Die daraus resultierenden Prüfberichte und CE-Kennzeichnungen werden von den österreichischen Baubehörden in allen Bundesländern anerkannt. Antifires stellt auf Anfrage alle erforderlichen Zertifikate und Konformitätserklärungen zur Verfügung, die für die Einreichung eines Bauantrags in Wien, Salzburg oder anderen österreichischen Städten benötigt werden.

Für ein typisches Bürogebäude in Wien mit 60-minütigen Fluchtweganforderungen empfiehlt Antifires das 28 mm EI60-System. Dieses Glas bietet eine geprüfte Integrität von 66 Minuten und eine Isolationsleistung von 64 Minuten. Der Aufbau besteht aus fünf Schichten (6 mm ESG + 5,5 mm Gel + 5 mm ESG + 5,5 mm Gel + 6 mm ESG) und ist in GMS-Stahlrahmen mit intumeszierenden Dichtungen integriert. Für weniger kritische Bereiche, wie reine Sichtschutzwände ohne Isolationsanforderung, kann auch das 6 mm E90-Glas (Integrität 90 Minuten) in Betracht gezogen werden. Die endgültige Auswahl sollte jedoch immer auf Basis der spezifischen Gebäudeplanung und der lokalen Bauvorschriften erfolgen.

Antifires unterstützt österreichische Architekten und Bauunternehmen umfassend bei der Erstellung der erforderlichen Genehmigungsunterlagen. Das Unternehmen liefert detaillierte Montagezeichnungen, die auf das spezifische Projektdesign abgestimmt sind, sowie vollständige Konformitätsdokumente, einschließlich Prüfberichte Dritter und CE-Leistungserklärungen. Diese Dokumente sind so aufbereitet, dass sie den Anforderungen der lokalen Baubehörden in Österreich entsprechen. Darüber hinaus bietet Antifires technische Beratung zur korrekten Integration der Brandschutzsysteme in die Gebäudestruktur, inklusive der Spezifikation von Ankerbolzen (M6/M8) und Dehnungsfugen, um eine reibungslose und rechtskonforme Abnahme zu gewährleisten.